Was ist Grails?
Grails in 2 Minuten
Grails ist das Framework, um hochproduktiv Webanwendungen mit etablierten
Java-Technologien zu entwickeln. Als Programmiersprache wird dabei Groovy
eingesetzt, die standardisierte dynamische Skriptsprache für die Java-Plattform.
Der Groovy-Quellcode wird in Java-Bytecode compiliert, wodurch der Betrieb
auf der Java-Plattform sichergestellt ist. Darüber hinaus punktet Groovy auch
bei der Integration, denn Groovy- und Java-Code lassen sich leicht mischen.
Aufrufe in beide Richtungen sind problemlos möglich. Dadurch können alle
Java-Libraries auch aus Groovy und damit unter Grails verwendet werden.
Außerdem kann existierender Java-Code leicht in Grails-Projekte eingebunden
werden.
In Grails wird Hibernate als OR-Mapper eingesetzt, Spring für Dependency-
Injection und das Transaktionshandlung sowie Quarz als Job-Scheduler.
Mit Grails lassen sich sehr einfach „AJAXifizierte“ Webanwendungen erstellen.
Und das mächtige Plugin-System bietet bereits jetzt über 100 Plugins für eine
Reihe von Aufgaben, die sich nicht mehr selber lösen müssen.
Grails fügt den etablierten Java-Technologien kaum etwas hinzu, sondern
widmet sich im Wesentlichen der Aufgabe, diese etablierten Technologien
pfiffig zu verbinden. Daher sind Performance-Bedenken auch nicht angebracht.
Natürlich ist Groovy als dynamische Sprache in der Ausführung langsamer als
Java. Da aber letztlich nur ein sehr geringer Anteil von Grails-Anwendungen
auf Groovy basiert, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Ähnlich verhält es sich
mit der Skalierung der Anwendung: Grails-Anwendungen lassen sich genauso
wie Java-Anwendungen skalieren. Allenfalls ist mit Grails die Wahrscheinlichkeit
geringer, versehentlich Bottlenecks in die Anwendung einzubauen,
die die Skalierung verhindern.
Anwendungsbereich und Vorteile von Grails
Grails eignet sich für die Entwicklung von Webanwendungen für Internet und
Intranet. Dabei folgt Grails dem Paradigma „Konvention statt Konfiguration“
und spart dadurch Aufwände bei der Entwicklung ein. Es gibt Anwendungen,
bei denen der Code der Grails-Anwendung kürzer ist als das, was man in einer
vergleichbaren Java-Anwendung an XML-Konfiguration erstellen muss.
Grails basiert auf der Java-Plattform und etablierten Java-Technologien.
Daher ist Grails relativ einfach zu erlernen, wenn bereits Java-Know-How
vorhanden ist. Für den Betrieb der Anwendungen gilt sogar, dass gar nicht
umgelernt werden muss, denn Grails-Anwendungen werden genau so betrieben
wie Java-Anwendungen auch: mit einer Servlet-Engine wie Tomcat oder
Jetty. Was immer Sie heute zum Betrieb ihrer Java-Webanwendungen einsetzen,
funktioniert auch mit Grails - ein einigermaßen aktuelles JDK
vorausgesetzt.









