Agile Teams

Was sind agile Teams und was brauchen sie?

Agiles Team besteht aus den zwei Begriffen „agil“ und „Team“. Wir wollen also ein Team, dass in der Lage ist agil zu arbeiten. Was macht also ein Team aus? Und was macht aus einem Team ein agiles Team?

Was macht ein Team aus?

Das Lift-Off Konzept von Diana Larsen und Esther Derby beschreibt drei Bereiche, die für ein Team wichtig sind

  • Gemeinsames Ziel => Ein Team strebt nach einem gemeinsamen, für alle Bekannten Ziel. Dies kann eine Vision oder auch etwas konkreteres sein. Das Ziel sollte nach Christopher Avery nur gemeinsam erreichbar sein. Wenn es keine Abhängigkeiten zwischen den Teammitgliedern gibt, um das Ziel zu erreichen wird aus der Gruppe nie ein Team werden.
  • Alignment => Ein Team braucht Vereinbarungen, wie sie gemeinsam arbeiten wollen. Dazu kann auch gehören zu wissen, wer im Team ist und wer nur hin und wieder gefragt wird. 
  • Kontext => Ein Team weiß, in welchem Rahmen es sich bewegt. Was ist der Markt für den sie arbeiten? Wer sind die relevanten Stakeholder? Was sind die Probleme und Bedürfnisse der Kunden. 

Diese drei Bereiche müssen zusammenwirken, damit aus einer Gruppe von Menschen ein Team werden kann. Diese Art von Team kennen wir in verschiedenen Branchen und Kontexten.

Was macht nun ein agiles Team aus?

Für ein agiles Team legen wir die 12 Prinzipien des agilen Manifest für Softwareentwicklung als Maßstab an.

Prinzip

Was bedeutet das?

Unsere höchste Priorität ist es, den Kunden durch frühe und kontinuierliche Auslieferung wertvoller Software zufrieden zu stellen.

Agile Teams fokussieren sich darauf, dem Kunden so schnell wie möglich einen Mehrwert zu liefern. Die Kundenzufriedenheit steht dabei jederzeit im Mittelpunkt. Alles was ein agiles Team aktiv macht oder plant, hat eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit im Fokus.

Heisse Anforderungsänderungen selbst spät in der Entwicklung willkommen. Agile Prozesse nutzen Veränderungen zum Wettbewerbsvorteil des Kunden.

Hier stecken zwei Themen drin die für Teams in einer agilen Umgebung wichtig sind. Das eine ist es sich über Änderungen in der Anforderung zu „freuen“. Sprich sie nicht zu verteufeln sondern als Prozess des Lernens anzunehmen. Je schneller wir als Team auf solche Veränderungen reagieren können, desto schneller kann der Kunde Wert damit schaffen. Dies kann zu einem Wettbewerbsvorteil führen. Auf der anderen Seite bedeutet es für das Team jederzeit mit Änderungen zu rechnen und das Produkt so zu gestalten, dass Änderungen möglichst einfach umzusetzen sind.

Liefere funktionierende Software regelmäßig innerhalb weniger Wochen oder Monate und bevorzuge dabei die kürzere Zeitspanne.

Neben der Kundenzufriedenheit ist auch das Feedback des Kunden ein wichtiger Bestandteil des Lernens. Funktionierende Software ist dabei die beste Art zu lernen, weil es genau das ist, was der Kunde am Ende bekommt. Es gibt dabei keinen Raum für Spekulationen was vielleicht noch alles sein könnte. Je kürzer die Zeitspanne ist, in der wir funktionierende Software bauen, desto schneller bekommen wir Feedback. Dadurch verringert sich das Risiko in eine falsche Richtung zu laufen oder mit falschen Annahmen zu arbeiten.

Fachexperten und Entwickler müssen während des Projektes täglich zusammenarbeiten.

Der Fokus von agilen Teams liegt auf dem gemeinsamen Ziel. Dafür ist es notwendig, kurze Kommunikationswege zu haben und Absprachen schnell treffen zu können. Dafür sind beide Perspektiven (fachlich und technisch) täglich erforderlich. Agile Teams sind daher funktionsübergreifend oder neudeutsch cross-funktional besetzt. Sie haben alle Fähigkeiten, die es braucht, um ein Produkt ganzheitlich zu entwickeln. Im besten Fall von der Idee bis zur Auslieferung.

Errichte Projekte rund um motivierte Individuen. Gib ihnen das Umfeld und die Unterstützung, die sie benötigen und vertraue darauf, dass sie die Aufgabe erledigen.

Neben einem gemeinsamen Ziel ist für ein agiles Team auch wichtig, dass die Mitglieder freiwillig an der Aufgabe mitarbeiten. Je klarer jedem einzelnen Teammitglied die persönliche Motivation an dem Ziel ist, desto besser funktioniert das Team. „What´s in it for me?“ ist eine gute Frage zu Beginn der gemeinsamen Arbeit. Das Team muss sich bewusst sein, dass sie an vielen Stellen mit einem Vertrauensvorschuss arbeiten, den sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten.

Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Agile Teams legen Wert auf die direkte Kommunikation. Sie würden bei der Wahl zwischen eMail, Telefonat und persönlichem Gespräch letzteres immer bevorzugen. Dies führt zu den wenigsten Missverständnissen, da Annahmen schnell validiert und nonverbale Signale wahrgenommen werden können.

Funktionierende Software ist das wichtigste Fortschrittsmaß.

Für ein agiles Team ist die wichtigste Metrik zur Messung der eigenen Performance die Menge an funktionierender Software. Konzepte, Analysen oder (relative) Schätzwerte haben für den Fortschritt keine Bedeutung.

Agile Prozesse fördern nachhaltige Entwicklung. Die Auftraggeber, Entwickler und Benutzer sollten ein gleichmäßiges Tempo auf unbegrenzte Zeit halten können.

Das Team achtet hier auf zwei Ebenen auf das Tempo. Zum einen für sich selber. Was ist eine Geschwindigkeit, die wir unendlich halten könnten. Das bedeutet nicht regelmäßig in Überlast zu gehen. Auf der anderen Seite ist auch wichtig, den Auftraggeber / Kunden durch zu viele Feedbackanfragen oder zu schnelle Auslieferungszyklen nicht zu überfordern.

Ständiges Augenmerk auf technische Exzellenz und gutes Design fördert Agilität.

Um agil zu sein und qualitativ hochwertige Software zu bauen, muss sich das Team kontinuierlich in technischer Exzellenz weiterbilden. Nur mit den besten Konzepten und Praktiken lässt sich die Entwicklungsgeschwindigkeit dauerhaft halten und gleichzeitig die Offenheit für Veränderungen bewahren.

Einfachheit -- die Kunst, die Menge nicht getaner Arbeit zu maximieren -- ist essenziell.

Agile Teams versuchen immer den einfachsten Weg zu finden das Ziel für den Kunden zu erreichen. Hier geht es darum alles nicht Notwendige wegzulassen. An Qualität sparen ist hier ausdrücklich nicht gemeint. Es geht darum Respektvoll mit der eigenen Zeit und den zur Verfügung gestellten Ressourcen umzugehen.

Die besten Architekturen, Anforderungen und Entwürfe entstehen durch selbstorganisierte Teams.

Agile Teams dürfen unabhängig von Personen außerhalb des Teams Entscheidungen z. B. bezüglich der Architektur treffen. Sie organisieren dabei nicht nur wie sie selbst Entscheidungen treffen, sondern auch wie sie sich Unterstützung zu Themen holen in denen noch Expertise fehlt.

In regelmäßigen Abständen reflektiert das Team, wie es effektiver werden kann und passt sein Verhalten entsprechend an.

Neben dem Feedbackzyklus zum Produkt ist der Feedbackzyklus über die eigene Zusammenarbeit ein elementarer Bestandteil eines agilen Teams. Das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung ist hier elementar.

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