Success Story: mobile.de

Termintreue durch Scrum bei mobile.de

Um welchen Kunden geht es?

Steckbrief mobile.de

Die mobile.de GmbH ist ein seit 1996 bestehender Online-Fahrzeugmarkt. Die Plattform richtet sich an Privatkunden sowie Kfz-Händler und ermöglicht den An- und Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen. Wie zum Zeitpunkt unseres Einsatzes und so auch heute liegt mobile.de an erster Stelle der beliebtesten Autoportale Deutschlands mit 12 Mio Nutzern (Unique Users).

  • Ca. 120+ Beschäftigte in Dreilinden/Kleinmachnow (heute 290+)

  • 1,5 Mrd. Page-Impressions und 55 Mio. Besuche pro Monat (IVW)

  • 33.000 Autohändler und 1,4 Mio. Inserate (Stand 05/2009)

  • Mehr als 400 Produktiv-Server

So sah die Herausforderung bei mobile.de aus

Mit Scrum 11 parallele Projekte managen 

2007 hat mobile.de (damals mobile.international) die seinerzeit in Perl entwickelte Plattform nach Java portiert. In dieser Zeit wurden erste Erfahrungen mit Scrum in einem Teilprojekt gesammelt. Während der Migration hat sich naturgemäß eine hohe Nachfrage nach neuen Produktfunktionalitäten ergeben. In 2008 sollten diese daher im Rahmen vielfältiger Projekte geliefert werden. Dazu musste die Entwicklungskapazität deutlich aufgestockt werden durch zusätzliches Recruiting eigener Entwickler:innen und freiberuflicher Contractors, Outsourcing in Deutschland, sowie durch Offshore-Entwicklung in der Ukraine. Dadurch wurde die Entwicklungskapazität sehr schnell erhöht und der Projektbetrieb stark parallelisiert: Statt wie bisher ein großes Projekt, waren fortan bis zu elf parallele Projekte auf der mobile-Plattform zu managen.

So konnten wir gemeinsam mit mobile.de anpacken

Aufbau der Scrum Teams

Nachdem Scrum bereits in Teilen in einem Pilotprojekt erfolgreich eingesetzt wurde, sollte die zukünftige Entwicklung übergreifend mit Scrum erfolgen. Dabei war schlichtweg die Zeit nicht vorhanden, um Scrum langsam auf die verschiedenen Projekte auszurollen. Es hieß „alles oder nichts“.

Je Projekt wurde ein Scrum Team mit Product Owner (aus den Business Units) und Scrum Master installiert. Einige der Teams waren komplett mit Entwickler:innen von mobile.de bestückt, andere wurden vollständig im Outsourcing betrieben und wieder andere in Mischformen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt bestand darin, Mitarbeiter:innen am selben Ort zusammenarbeiten zu lassen (Colocation). Insbesondere wurde (ausser beim Off-Shoring) der Arbeitsplatz der Product Owner direkt zum Entwicklungsteam verlegt.

Die Entwicklungsteams wurden bereits früh cross-funktional zusammengestellt. Neben den Softwareentwickler:innen gehörten Web-Developer genauso zum Team wie Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Content, Qualitätssicherung und Betrieb. So wurde sichergestellt, dass nach Sprintende tatsächlich nur noch geringe Folgeaktivitäten bis zum Release notwendig waren.

Die Teams installierten für sich Task-Boards auf Moderationswänden oder an echten Wänden und führten ihr tägliches Daily Scrum vor dem Task Board durch. Nach wenigen Wochen bildeten sich die notwendigen Abstimmungsmechanismen in Form von Scrums of Scrums sowie einem wöchentlichen Meta-Scrum zum Management heraus. So wurden die fachlichen und technischen Abhängigkeiten der einzelnen Projekte identifiziert und die Planung entsprechend vorgenommen bzw. angepasst.

Schließlich wurde auch der Release-Prozess, in dem der Abschlusstest des Systems stattfindet, sowie das inkrementelle Roll-Out auf die Produktivsysteme nach Scrum organisiert.

Nachdem it-agile bereits das erste Scrum-Pilotprojekt in 2007 durch Coaching unterstützt hatte, erfolgte eine Folgebeauftragung in 2008, um die unternehmensweite Scrum-Einführung zu begleiten. Zunächst hatte it-agile mit zwei Coaches vor Ort gearbeitet und das Coaching in der Folge auf einen Coach reduziert.

Das Coaching umfasste Kurzeinführungen in Scrum für alle Beteiligten, Unterstützung der Product Owner und Scrum Master sowie die Integration der Scrum-Ansätze in die Unternehmensstruktur. Dazu wurde ein Product-Owner-Team etabliert, Scrum of Scrums für Product Owner und Technical Leads sowie ein Meta-Scrum für die Integration des Top-Managements.

Schrittweise wurde die „Definition of Done“ erweitert, so dass neben der Entwicklung heute Mitarbeiter:innen aus Content, Qualitätssicherung und Betrieb schon während der Entwicklung an integralen Bestandteilen der Entwicklung des Scrum Teams beteiligt sind.

So wirkte sich unser Einsatz aus

Scrum als Garant für Termintreue und Wegbereiter für neue Techniken

Die Scrum-Einführung bei mobile.de war ein nachhaltiger Erfolg. Mobile.de zählt auch heute noch zur erfolgreichsten Platform für den Online-Automarkt.  Das frühe Aufzeigen von Problemen, die damit einhergehenden Reaktionsmöglichkeiten sowie die hohe Termintreue sorgten dafür, dass im Unternehmen seit 2008 durchgängig auf Scrum gesetzt wird und die dahinterliegenden agilen Werte und Prinzipien fest im Unternehmen verankert werden konnten.

Mit unserer Hilfe arbeitete mobile.de fortan an der weiteren Automatisierung von Akzeptanztests/UseCases sowie der weiterführenden Einführung von Lean-Prinzipien und -Techniken.

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