Jörg Müller

Hier ist unser Kollege Jörg zu sehen.

Wer ist Jörg Müller?

Agile Transition Coach,
Organisationsentwickler

Jörg ist ein Jahrgang 66 mit schwäbischen Wurzeln. Er begeistert sich seit 20+ Jahren für die Entwicklung von Organisationen. Seine Lernreise begann er 1997 in der Wasserfallwelt als Change Consultant und Management Coach. Später als Geschäftsführer im Mittelstand entdeckte er die Wirksamkeit und Eleganz von Selbstorganisation. Nach seiner agilen Erweckungserfahrung mit dem Holacracy-Framework hat sich Jörg seit 2009 spezialisiert auf agile Transformationen von Unternehmen und ist seit 2016 a proud member of it-agile. In seiner Freizeit ist er Familienmensch mit drei erwachsenen Kindern und spielt Beach-Volleyball. Er findet Entspannung in der Natur, auf tropischen Inseln und macht Yoga.

Agile Organisationsentwicklung

Wer die Vorteile agiler Wertschöpfung nutzen will, muss seinen Teams ermöglichen, sich selbst zu organisieren. Doch viele agile Teams machen noch keine agile Organisation. Denn die zunehmende Team-Autonomie darf nicht dazu führen, dass Ausrichtung und Abstimmung verloren gehen. Als erfahrener Organisationsentwickler hilft Jörg seinen Kund:innen, ihren individuellen ‚sweet spot‘ zwischen Autonomie und Alignment zu finden. Er ist Experte für die Frage, wie man Teams an Zielen ausrichten und deren Abstimmung untereinander organisiert ... ohne die agilen Prinzipien in der Teamarbeit zu sabotieren.

Skalierung - agile in groß

Im agilen Kontext will „Skalierung“ die Frage beantworten: Wie entstehen verlässliche Prozesse und wie klappt Zusammenarbeit, wenn plötzlich alle selbstorganisiert sind? Wenn ein Unternehmen seine Wertschöpfung auf agile Weise erbringen möchte, muss insbesondere auch die Organisation auf der Basis agiler Prinzipien strukturiert werden. Für Jörg ist genau das die Königsdisziplin im agilen Coaching. Er findet, nur wer in der Lage ist, die Mechanismen der Systemtheorie hinter dem Agilen Manifesto gezielt einzusetzen, kann agile Skalierung erfolgreich beraten. Warum? Weil Systemik die wissenschaftliche Basis hinter dem agilen Hype ist. Mit dem, was Jörg in 20+ Jahren als systemischer Berater gelernt hat, klappt ganz sicher auch Ihr agiles Skalierungsvorhaben.

Agile Coaches braucht die Welt!

Wenig inspiriert Jörg mehr, als Teams und Organisationen bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Doch in seiner Kundenarbeit kommt er oft an einen Punkt, an dem klar wird, dass mehr Agile Coaches noch mehr Wirkung entfalten würden. Deshalb vermittelt er als Ausbilder zusammen mit Kolleg:innen den gesammelten Erfahrungsschatz von it-agile im Rahmen unseres state-of-art Agile Coach Curriculums. Seine Hoffnung ist, mit Hilfe von internen Agile Coaches bei seinen Kund:innen noch mehr zu bewirken. Zugegeben, als agiler Überzeugungstäter möchte er damit auch einen kleinen Kontrapunkt setzen zum „agile cargo cult“, wie ihn die Big Five Beratungshäuser propagieren.

Zertifizierungen

Systemische Gesellschaft

7 spannende Fragen

Jörg, erzähl doch mal, ...

... wie verlief dein erster Kontakt mit Agilität?

Zu der Zeit war ich Geschäftsführer bei einem deutschen Mittelständler. Ich machte immer wieder die Erfahrung, dass meine Mitarbeitenden kompetent und engagiert sind und erlebte mich selbst als Flaschenhals; weil ich nicht entschieden, kein Budget definiert, oder keine Zeit für Konzeptarbeit gefunden hatte. Ich wollte nicht mehr die Bremse für mein cooles Team sein, also habe ich nach Lösungen gesucht und Holacracy kennen gelernt. Dieses agile framework zur Steuerung von Organisationen war meine persönliche Erlösung … danach war ich restlos überzeugt von dem Konzept agiler Wertschöpfung, so dass ich nie wieder in die Wasserfall-Welt zurück wollte.

... was bedeutet Agilität für dich?

Für mich steht „Inspect and Adapt“ im Zentrum. Alles andere kann man daraus ableiten: Fokus aufs Kundenbedürfnis, permanentes Lernen, nichts ist je perfekt, Irrtums- und Fehlerkultur, in Iterationen arbeiten. Es ist auch eine praktische Anleitung dafür, wie sich Menschen und Organisationen in einer Welt voller Überraschungen und Komplexität sicher bewegen und anpassen können. Auf einer ganz persönlichen Ebene finde ich Agilität zutiefst entspannend, weil man nicht perfekt zu sein braucht. Wenngleich man gerne danach streben darf.

... was hat dich dazu bewogen bei it-agile zu arbeiten?

Zu der Zeit war ich einige Jahre selbständig und unternehmerisch erfolgreich. Und obwohl meine Aufträge häufig im NewWork-Spektrum angesiedelt waren, war ich unzufrieden. Vor meiner Selbständigkeit hatte ich ausschließlich in Teams gearbeitet; andere Teammitglieder waren einfach immer da. So hatte ich nie bemerkt, wie wichtig mir das ist. Doch nach 20 Jahren Beraterleben hatte ich wenig Lust, mich in ein 08/15 Business-Team einzubringen und war wählerisch. Dann lernte ich Leute von it-agile kennen und erfuhr, dass die ihr eigenes Unternehmen als Testlabor benutzen und alle Konzepte und Methoden erst an sich selbst ausprobieren, bevor sie es Kund:innen empfehlen. Das fand ich so attraktiv, dass wir im Sommer 2016 zusammen kamen.

... was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit?

Ich genieße es, unbekannte Kontexte kennen zu lernen. Jedes Mal bin ich ein wenig aufgeregt, wenn ich einen neuen Kunden oder eine neue Kundin in einer unbekannten Stadt kennen lernen darf. Vermutlich ist an mir ein kleiner Dorflehrer verloren gegangen, denn ich mag es auch, wenn meine agile Botschaft interessiert aufgenommen wird. Die größte Zufriedenheit aber erlebe ich, wenn ich mit meiner Arbeit das Leben von anderen Menschen freudvoller, sinnstiftender und leichter machen kann.

... welcher Bereich/welche agile Methode ist dein Spezialgebiet?

Mein Steckenpferd ist die Gestaltung und Begleitung von agilen Transformationen für Geschäftsbereiche und ganze Unternehmen. Oft installieren Kund:innen ein Transitionsteam, um ihr agiles Veränderungsvorhaben in den ersten Monaten zu strukturieren. Deren Aufbau und Begleitung ist eine meiner Spezialitäten. In solchen Aufträgen ist auch die Entwicklung von Know-how über agile Leadership im Management erfolgskritisch. Als agiler Executive Coach habe ich eine Stärke dafür, Führungskräfte dabei zu begleiten, die zarten agilen Lernerfolge in den Teams nicht aus Unkenntnis wieder zunichte zu machen.

... mit welchem Vorurteil/welcher Annahme über agiles Arbeiten wirst du regelmäßig konfrontiert?

Oft höre ich, dass man Entwickler:innen nicht auf Endkund:innen loslassen darf. Oder dass „agile“ bedeuten würde, dass es nur dem Team gut gehen müsse, dann komme der Rest von allein. Mein größter Klassiker ist, dass agile Wertschöpfung grundsätzlich im Chaos endet, weil Menschen schließlich Orientierung, sprich Führung nötig hätten, um ihre Arbeit ordentlich zu machen.

... wie setzt du Agilität im Privatleben ein?

Meistens denkt mein Hirn von alleine in diese Richtung, deshalb fühlt es sich nicht an wie aktiv „einsetzen“, sondern es passiert von selbst. Die neuen Nachbarn in der Straße, eine kuriose Idee meiner Kinder, oder das verstopfte Abflussrohr – an alles gehe ich mit dem „Inspect & Adapt“-Ansatz heran. Dazu kommt eine dauernde kleine Vorfreude auf die bevorstehende Lernerfahrung. Auch unser Brennholzlager für den neuen Kamin habe ich weitgehend iterativ gebaut, statt es lange zu planen. Dass wir den Umzug mit Kanban durchführen, oder ich meinen Jüngsten bei seiner Suche nach einem Ausbildungsplatz als Product Owner mit Backlog unterstütze, fällt in der Familie niemandem mehr auf. Ich werde halt ausgelacht, wenn ich versuche, den Müll in mehreren Iterationen raus zu bringen.

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