Success Story: HDI-Gerling

Die HDI-Gerling Leben-Gruppe wollte eine höhere Kundenzufriedenheit bei der Fallbearbeitung erreichen

Agile Community Unterstützung

Um welchen Kunden geht es?

Steckbrief HDI-Gerling Leben-Gruppe

Die HDI-Gerling Leben-Gruppe (heute HDI Versicherung AG) positionierte sich zum Zeitpunkt des Einsatzes mit ihren beiden Angebotsmarken HDI-Gerling und ASPECTA als starke Kraft im Vorsorgemarkt: HDI-Gerling als breit aufgestellte Allrounder in allen Bereichen der Risikoabsicherung sowie der Altersvorsorge für Privat- und Firmenkunden und ASPECTA als Experte für fondsgebundene Versicherungslösungen für spezielle Zielgruppen.

Als Partner der Unabhängigen setzte Letztere vorwiegend auf freie Vermittler und verfügte über stark wachsende Auslandsaktivitäten.

So sah die Herausforderung unseres Kunden aus

Ablösung des Altsystems durch integrierte Lösung

Ausgangspunkt für das Veränderungsvorhaben der HDI-Gerling Leben-Gruppe war die heterogene Systemlandschaft. Zwar funktionierten die Bestandsysteme zuverlässig, jedoch fehlte eine ganzheitliche Orientierung an den Geschäftsvorfällen.

Aus diesem Grund entschloss sich die HDI 2011, das Projekt GPO (Geschäftsprozessoptimierung) aufzusetzen, das zuvor bei der ASPECTA erfolgreich umgesetzt worden war. Ziel dieses Projektes war es, dem Sachbearbeiter eine einheitliche und hocheffiziente Bearbeitung kompletter Geschäftsvorfälle zu ermöglichen.

Das zu realisierende System sollte Daten und Funktionen aus den bestehenden Systemen integrieren. Den Sachbearbeiter:innen sollte es eine einheitliche und hochintegrierte Oberfläche bieten, mit der komplette Geschäftsvorfälle ohne Systembrüche sowohl extrem effizient als auch zu einer herausragenden Kundenzufriedenheit bearbeitet werden können.

So konnten wir gemeinsam mit unserem Kunden anpacken

Moderne und flexible Technologien für flüssige Arbeitsabläufe

Das neue System wurde im Jahr 2011 als modernes Client-Server-System erstellt. Mit dem flexiblen und auf Rich-Client-Technologie basierten Front-End des Systems konnte die Sachbearbeitung flexibel und performant durch diese Anwendung unterstützt werden. So entstand eine hochgradig interaktive Anwendung, die schnelles Feedback über Fehleingaben gibt, Scan-Dokumente direkt aus dem elektronischen Archiv anzeigt und sich den Sachbearbeitern und Sachbearbeiterinnen wie aus einem Guss darstellt. Sie mussten nur noch in Ausnahmefällen im Bestandssystem oder anderen bestehenden Altanwendungen arbeiten. Dazu wurden die unterschiedlichsten Systeme (z. B. Risikoprüfung und -bewertung, Briefschreibung, Rechenkern, Vertriebsportal, Partnerverwaltung, Bestandssysteme, etc.) soweit integriert, dass sich die Anwendung „aus einem Guss“ darstellt und keine unterschiedlichen Benutzungskonzepte, Oberflächen oder Technologien an die Oberfläche durchscheinen oder einen Einfluss auf den Arbeitsablauf haben.

Entwickelt wurde das komplette System mit dem von Eclipse bekannten OSGi-Modulsystem (Open-Source), bei dem unterschiedliche Module verschiedene Bereiche des Systems realisieren. Dadurch entstand eine stark modularisierte und extrem gut wartbare Architektur, die als stabile Basis für ein flexibel erweiterbares Anwendungssystem diente. Das System kann durch zusätzliche Plugins für weitere Geschäftsprozesse ergänzt werden. Auch bereits unterstützte Geschäftsprozesse können einfach erweitert und verändert werden. Diese flexible Anpassbarkeit erstreckt sich über die gesamte Landschaft der Architektur und umfasst sowohl Persistenz, Services, Business Objects als auch UI-Komponenten, die in die bestehenden Oberflächen eingeklinkt werden können. Völlig neue Produkte können so beispielsweise nahtlos in den Antrags-Prozess integriert werden, indem zusätzliche Plugins dem System „hinzugesteckt“ werden. Diese „pluggable architecture“ erlaubt es, das System mit der gleichen Geschwindigkeit weiterzuentwickeln, wie zu Beginn der Entwicklung. Das OSGi-Komponentensystem wird dabei sowohl für die verschiedenen Rich-Clients, als auch für die Batch-Prozess-Komponenten oder den Tomcat-basierten Server-Cluster als Basis eingesetzt und bildet somit eine homogene und stark modularisierte System-Grundlage.

 

Architektur und Entwicklungsprozess, das Maßstäbe für verlässliche Auslieferungen setzt

Auf der organisatorischen Ebene kam ein agiler Entwicklungsprozess zum Einsatz, der kundenspezifisch Schwerpunkte von Scrum und dem Prozess der Eclipse-Entwicklung kombiniert. Kernpunkte dabei waren: flexibler Umgang mit Anforderungen, zwei-wöchentliche Entwicklungszyklen, ein auch während der Entwicklung ständig laufendes System, schnelles Feedback durch den Fachbereich, kontinuierliche und automatisierte Tests, regelmäßige Retrospektiven und die damit verbundene kontinuierliche weitere Verbesserung des Entwicklungsprozesses. Durch diesen Entwicklungsprozess konnte das Projekt über sechs Jahre hinweg kontinuierlich jede Deadline einhalten und Maßstäbe für verlässliche Auslieferungen setzen. Im Zweiwochentakt ging eine neue Version in den Test und wurde alle drei Monate als neue Produktivversion aufgespielt, die jeweils den optimalen Geschäftswert für das Projekt erzielte.

Unsere Entwickler:innen und Berater:innen haben anfänglich das Entwicklungsteam bei der ASPECTA im Projekt GPO über mehrere Jahre hinweg begleitet und auch die Weiterentwicklung des GPO-Systems über mehrere Jahre hinweg unterstützt. Dabei haben unsere OSGi-Experten die Architektur und das technische Design des Systems maßgeblich mitbestimmt. Weiterhin konnten wir unsere langjährige Erfahrung mit agilen Methoden in das Projekt einbringen und das Projektteam unterstützen, den passenden agilen Entwicklungsprozess zu finden, zu etablieren und im Laufe der Zeit immer weiter zu verbessern. Die Ergebnisse sprechen für sich: Sowohl die Architektur als auch der Entwicklungsprozess haben über das Projekt hinaus Maßstäbe gesetzt.

  • Entwicklung eines einheitlichen Systems, um verschiedene Systeme mit einheitlicher Oberfläche anzubinden.

  • Gesteigerte Effektivität und kürzere Durchlaufzeiten

  • Einsatz der Open-Source-Technologie OSGi

  • Agiler Entwicklungsprozess, der Maßstäbe für verlässliche Auslieferungen setzte

So wirkte sich unser Einsatz aus

Ganzheitliche Sachbearbeitung aus einem Guss

Das neue System hat sich vollauf bewährt und führt zu einer deutlich verbesserten Bearbeitung kompletter Geschäftsvorfälle. Es wurde über viele Jahre kontinuierlich weiterentwickelt, um neue Geschäftsprozesse zu unterstützen oder die existierende Unterstützung durch das System weiter zu verbessern. Obendrein konnten durch den Einsatz der Open-Source-Technologien Eclipse und OSGi Lizenzkosten eingespart werden.

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Selbstorganisiertes Wachstum auf Augenhöhe

ForTomorrow ist eine noch junge gemeinnützige GmbH, die CO2-Kompensation anbietet, die dem Klima nachweislich nützt. Sie forsten neue deutsche Wälder auf und sorgen so für eine stärkere CO2-Absorption aus der Atmosphäre. Als zweite Komponente kauft ForTomorrow EU-Emissionsrechte und legt diese still. it-agile coacht die Gründerin, wie das Unternehmenswachstum auf Augenhöhe und mit Selbstorganisation gelingen kann.

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